Hyperhidrose

Hyperhidrose - Übermäßiges Schwitzen
Ein Mann im türkisenen Hemd. Seine Achsel ist geschwitzt. Der Schweiß hat das Hemd durchnässt. Er hält sich mit der linken Hand die Achsel zu, weil es unangenehm auffällt. Gegen derartige Schweißausbrüche gibt es effektive Behandlungsmethoden.

Hyperhidrose - Übermäßiges Schwitzen

Was ist Hyperhidrose?

Menschen, die übermäßig schwitzen, leiden häufig an einer so genannten Hyperhidrose. Dabei wird vor allem an den Handflächen, Fußsohlen und Achseln mehr Schweiß gebildet, als für die normale Regulation der Körpertemperatur notwendig wäre. Aber auch andere Körperregionen können betroffen sein, denn unsere Schweißdrüsen verteilen sich unterhalb der Oberhaut über den gesamten Körper. Je nach Ausmaß kann dies für die Betroffenen im Alltag eine große Belastung darstellen.

Ursachen von Hyperhidrose

Zur richtigen Behandlung ist es notwendig die Ursache des übermäßigen Schwitzens zu finden. Wir sprechen von einer primären Hyperhidrose, wenn es keine erkennbaren Ursachen oder auch Begleitsymptome gibt. Hierbei wird insbesondere bei Stress jeglicher Art (z.B. Anspannung, Angst, physische Belastung) bei den Betroffenen das sympathische Nervensystem aktiviert und es kommt zu vermehrtem Schwitzen.

Bei der sekundären Hyperhidrose ist das übermäßige Schwitzen eine Begleiterkrankung einer anderen meist internistischen oder neurologischen Krankheit (z.B. Schilddrüsenerkrankungen, psychische Erkrankungen, Diabetes mellitus, hormonelle Umstellungen, Einnahme von Medikamenten, Krebserkrankungen).

Wie kann Hyperhidrose behandelt werden?

Zur Behandlung von Hyperhidrose gibt es erfreulicherweise sehr effektive Behandlungsmöglichkeiten. Das Behandlungsspektrum von Hyperhidrose reicht von äußerliche und innerliche Medikamenten bis hin zu speziellen Lasern und operativen Behandlungen.

Als schnelle und einfache Behandlung gegen übermäßiges Schwitzen hat sich die Behandlung mit Botulinumtoxin etabliert. Der Wirkstoff verhindert die Schweißdrüsenstimulation. Botulinumtoxin kann sowohl an der Achselhöhle als auch an Händen und Füßen eingesetzt werden. Die Wirkung dieser Behandlung hält bis zu sieben Monate an. In dieser Zeit sind die Achselhöhlen oder Hand- und Fußflächen nahezu schweißfrei. Die Schweißfunktion tritt nach Ablauf dieses Zeitraumes langsam wieder auf, häufig jedoch nicht mehr so intensiv wie zuvor. Die Therapie kann jederzeit wiederholt werden.